Geschichtliches aus Münzkirchen Meilensteine zur Ortsgeschichte
Der Sage nach datiert die Entstehung Münzkirchens aus der Zeit der Awaren. Als diese vom Land Besitz ergriffen, sollen sich Mönche in die hiesige Gegend geflüchtet haben und in unterirdischen Gängen Schutz vor Verfolgung gesucht haben. So sind heute noch die Spuren solcher Gänge beim Schmiedseder-Haus, Bauern in Hof und im Keller des Gasthofes Wösner bemerkbar. Die Mönche sollen dann von Leuten besucht worden sein und es soll eine Art Wallfahrt entstanden sein. So will man den Namen - Mönchskirchen - ableiten.
Da sich in der Nähe kein größerer Ort befand, bedingten es die Verhältnisse, dass sich - um den Bedürfnissen Rechnung zu tragen, wie auch durch Gewässer begünstigt - Gewerbetreibende hier ansiedelten. Daher soll auch der Ort früher ein wohlhabender Gewerbeort gewesen sein und ist an Samstagen aus der ganzen Umgebung - ja selbst aus Passau - viel besucht worden.
Ein Gewerbeort ist Münzkirchen bis heute geblieben, jedoch in der Hauptsache Kleingewerbetreibende und Familienbetriebe.
1040 wird Mosiliskirchen zum erstenmal urkundlich als Mutterkirche erwähnt.
Schon im Jahre 1136 wurde Münzkirchen beim Gerichte der Grundherrn als "Hofmark" bezeichnet. Seit dieser Zeit ist Münzkirchen der Mittelpunkt dieser Gegend. Mehrere Adelsgeschlechter wechselten in dieser Zeit, so zum Beispiel um 1582 die Herren von Tattenbach un 1821 die Grafen Arco-Valley.
In der Zeit des 30-jährigen Krieges (1618-1648) hatte Münzkirchen vom Feinde zwar selbst nichts zu erleiden, aber genügend Kriegslast zu tragen.
1635 gründeten die Bürger von Münzkirchen und Umgebung die Sebastian-Kirche, wo sich auch der Pestfriedhof befand.
Im spanischen Erbfolgekrieg (1703) rückte die vereinte österreichisch-sächsische Armee über Eisenbirn nach Passau vor, um dies zu erobern.
1719 legte eine Feuersbrunst ganz Münzkirchen in Asche. Das Feuer war im Mesnerhaus durch Kinder, die einen Leichenzug nachahmten, zum Ausbruch gekommen.
1741, zur Zeit des österreichischen Erbfolgekrieges, rückten im September Franzosen und Bayern von Passau, durch Münzkirchen streifend, über Eisenbirn nach Linz vor.
1779 kam das Innviertel und somit auch Münzkirchen in österreichischen Besitz.
1782 wurde die Post von Eisenbirn nach Sigharting verlegt.
Im Jahre 1852 entstand als Folge der Bauernbefreiung die Gemeindevorstehung mit dem Bürgermeister.
Am 04.09.1880 wurden 22 Häuser im oberen Markt durch einen Brand zerstört. Der Brand brach im Haus des Chirurgen Neisser aus.
Um die Jahrhundertwende waren 115 Gewerbetreibende mit verschiedenen Gewerben gemeldet.
Privilegien:
Die Marktgemeinde Münzkirchen im Pflegegericht Vichtenstein erhielt am 26. Jänner 1849 die Erlaubnis, folgende Märkte abzuhalten:
Jahrmärkte: 25. Jänner, Osterdienstag, 02. Juli und 21. September
Viehmärkte: 21. September und Osterdienstag (Erlaubnis am 05. Juli 1848 durch Kaiser Ferdinand).
Am 11.10.1959 wurde Münzkirchen zum Markt erhoben.